EIN GANZ NEUEN KÖRPER

 Die Stechmücke, die ihr Dasein im Wasser verlässt und eine neue Welt betritt, ist nun ein ganz anderes Lebewesen. Der neue Körper dieses Lebewesens ist, wie schon in den früheren Stadien voll von unzähligen Wundern. Sofern der Körper der Mücke aus der Nähe untersucht wird, sind bei jeder Einzelheit Spuren einer besonderen Schöpfung ersichtlich. Um Zeuge dieser Wunder zu werden, wollen wir nun den Körperbau der Stechmücke durchgehen.

Der Körper der Mücke ist in 3 Teile unterteilt: Kopf-, Brust- und Bauchteil. Wir werden diese Teile, von denen jeder einzelne ein Wunder an Design darstellt, separat untersuchen.
Kopfteil

An der Oberseite des Mückenkopfes ragen zwei Antennen heraus. Diese an Hörzellen reichen Antennen sind sehr empfindliche Empfänger. Die Antennen der männlichen Stechmücken sind im Vergleich zu denen der weiblichen viel empfindlicher. Denn dank dieser Antennen können sie bei Beginn der Paarungszeit aus tausenden von Geräuschen die Flügelschwingungs-Frequenz ihres Weibchens erkennen.

Bei den weiblichen Stechmücken befindet sich zwischen den Antennen ein zum Blutsaugen dienendes Saugrohr, ein Rüssel. Dieser Rüssel ist nicht von einfacher Struktur. Er enthält ein kompliziertes System. Der Rüssel bildet die Hülle für einen sehr speziellen Schneide- und Saug-Mechanismus, das Labium.

Beim Einstich der Mücke schiebt sich die Hülle zurück, und der Schneid-Mechanismus setzt sich in Betrieb. Er Mechanismus besteht aus 6 Teilen. 4 davon sind scharfe Messer, die äusserst wirksam sind. So wie sie mit Leichtigkeit die Haut eines Menschen schneiden können, haben sie auch die Stärke, um die Haut eines Frosches oder die schuppige Haut einer Schlange aufzuschneiden.

Durch Vereinigung der anderen beiden Teile wird ein leeres Röhrchen gebildet. Mit diesem Röhrchen sticht die Stechmücke in die mit den Messern geöffnete Wunde ein, und das Blut ihres Opfers saugen.

Von einem der Messer wird eine Flüssigkeit in die Wunde abgegeben, die das Gewebe betäubt. Dies ist eine Art Lokal-Anästhesie. Während die Mücke Ihre Haut aufschneidet und Ihr Blut saugt, fühlen Sie somit nichts. Ausserdem verhindert diese Flüssigkeit die Blutgerinnung und ermöglicht der Mücke, weiter Blut zu saugen. Der Grund für den späteren Juckreiz und der Anschwellung der Mückenstich-Zone ist diese Flüssigkeit.


Brustteil

Dieser Teil befindet sich an der hinteren Seite des Mückenkopfes. Die 6 Beine der Stechmücke ragen aus der Brust. Ausserdem befinden sich hier die Flügel. Diese sind mit Schuppen bedeckt, und das Innere der Flügel ist von Adern durchzogen.

Gewisse Insektenarten besitzen 2 Paar Flügel. Jedoch gibt es bei den Stechmücken anstelle eines zweiten Paares Flügel dicke und kurze Knollen. Diese dienen während des Fluges der Stabilisierung.

Der Körper der Mücke ist behaart. Ausserdem sind Kopf, Flügel und Beine mit Schuppen besetzt. Diese Schuppen erinnern an Schmetterlings-Schuppen.


Bauchteil

Die Stechmücken saugen durchschnittlich 2.8 mg Blut, das bedeutet mehr als ihr eigenes Durchschnitts-Gewicht von 2.5 mg. Das ist, als wenn ein Mensch von 70 kg Gewicht in kürzester Zeit mehr als 70 kg Nahrung aufnehmen würde. Wie kann wohl ein Insekt von derart empfindlichem Körperbau Blut in solcher Menge saugen, die das eigene Gewicht übersteigt?

Auch dieses Problem wurde auf sehr einfache Weise gelöst. Die Haut der Mücke am Bauchteil besteht aus einem elastischen und durchsichtigen Häutchen. Während des Blutsaugen dehnt sich dieses Häutchen und ermöglicht dem Bauchteil, sich zu erweitern. Dank dessen kann die Stechmücke Blut saugen, soviel sie will.



Versuche haben ergeben, dass Mücken nach einer operativen Entfernung der sich in ihrem Bauch befindlichen Widerstands-Sensoren beim Blutsaugen geplatzt sind. Dass sich neben all den bisher erwähnten Systemen auch noch Nerven für die Kapazitäts-Kontrolle im Bauch der Stechmücke befinden, ist ein weiteres Beispiel für die überwältigende Kunst der Schöpfung.

Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben ernähren sich die Stechmücken nicht von Blut. Sie beschaffen sich ihre Nahrung aus Pflanzennektar. Die männlichen Stechmücken saugen ihr Leben lang nicht einmal Blut.

Die weiblichen Stechmücken saugen Blut, um den Proteinbedarf ihrer Eier während der Legezeit zu decken. Die Verdauung des gesaugten Blutes dauert 3-4 Tage. Dann wiederholt sie die Prozedur des Blutsaugens. Dieser Kreis setzte sich fort bis ans Ende der Eierablage-Phase.


Sensible Empfänger, die den Ort der Beute feststellen

Wenn Sie in einem stockfinsteren Zimmer schlafen, findet die Mücke Sie mit Leichtigkeit. Auch wenn ihr ganzer Körper zugedeckt ist und nur eine Hand unbedeckt bleibt, kann die Mücke dies sofort feststellen und saugt von dort Blut. Welches ist das Geheimnis, durch das die Mücke ihre Beute in der Dunkelheit so sicher finden kann?

Die Antwort zeigt wiederum ein sehr überlegenes Design: Damit die Mücke ihre Beute finden kann, wurde sie mit einem hochentwickelten System ausgestattet. Dieses System enthält empfindliche Empfänger für Wärme, Gas, Feuchtigkeit und verschiedene chemische Substanzen. Dank diesen kann die Stechmücke in der Dunkelheit den Ort ihrer Beute sehr leicht feststellen.

Die Benützung von wärmeempfindlichen Empfängern, die heutzutage auch in der Militärtechnik benutzt werden, ist besonders bei Dunkelheit eine wirksame Methode. Auch im Körper der Stechmücke gibt es einen gegen Wärme sehr empfindlichen Empfänger. Dieses Organ, das “Tarsi” genannt wird, befindet sich an den Vorderbeinen der Mücke. Wenn es die von einem Körper ausgestrahlten Wärmestrahlen entdeckt hat, wird die Mücke von diesem Körper angezogen, und sie erreicht ihr Ziel ohne sich zu irren. Dank diesem Wärmeempfänger findet sie zudem mit Leichtigkeit die Stellen, an denen die Blutaderndichte unter der Haut grösser ist – denn Adern sind wärmer als Gewebe.

Eine in ein stockfinsteres Schlafzimmer eindringende Stechmücke kann also nicht nur unbedeckte Körperstellen, sondern auch die hautnahen Adern einer schlafenden Person präzise orten.
Ein weiterer die Mücke anziehender Faktor ist Kohlendioxid. Dieses Gas, das im Atem der Menschen und Tiere vorzufinden ist, erscheint den Stechmücken anziehend und ist als wichtige Spur zum Auffinden ihrer Beute sehr nützlich.

Um die Wirkung von Kohlendioxid auf Stechmücken zu beweisen, wurden bei einem Experiment zwei Menschen-Modelle in 2 Meter Entfernung voneinander aufgestellt. Sodann wurde diesen Modellen Kohlendioxid zugeführt, das durch einen im Mundteil montierten Mechanismus wie beim Menschen “ein- und ausgeatmet” wurde. Sofort darauf hatten die Mücken begonnen, um den Kopf der Puppen zu kreisen. Genau aus diesem Grund kreisen die Mücken mehr um den Kopf als um andere Körperteile.

Auch die sich im Blut befindliche Mischung von Aminosäuren, Aminen, Amoniak und Milchsäure kann die Mücke betören; sogar bei einer 2000 fachen Verdünnung der Konzentration dieser Substanzen erscheint ihr diese Flüssigkeit 5 mal anziehender als reines Wasser. Einer der wichtigen Faktoren, der die Stechmücke anzieht, ist Feuchtigkeit.


Kurzum, die Mücke gleicht einem mit Wärme-, Gas-, Feuchtigkeit- und Geruchs-Detektoren beladenen Kampfflugzeug. Auch wenn sie die Beute in der Dunkelheit nicht sehen kann, wurde sie zum untrüglichen Auffinden ihres Ziels mit einem hochentwickelten System ausgestattet. Sie kann aus ungefähr 25 bis 30 Metern Entfernung Existenz und Ort ihrer Beute feststellen.
Wie ist es möglich, dass eine derart besondere Konstruktion durch eine Reihe von Zufällen entstehen konnte?

Die weibliche Stechmücke benötigt das gesaugte Blut zur Deckung des Proteinbedarfs ihrer Eier. Es ist somit unerlässlich, dass sie ihr Opfer finden muss, um die Besorgung dieses Blutes sicherzustellen.

Laut Evolutionstheorie müsste die Stechmücke ihre Wahrnehmungsfähigkeit – wie wir sie oben aufgeführt haben – mit der Zeit, Stufe um Stufe errungen haben. Aber die Mücke hat keine Zeit um tausende von Jahren zu warten, bis am eigenen Körper zufällig ein Wärmeempfänger entstehen würde. Sofern dieses Wahrnehmungssystem nicht angeboren wäre, würde die Mücke ihre Beute nicht finden, und die Eier würden absterben. Das heisst, von der Möglichkeit einer langsamen Entwicklung im Verlauf der Zeit kann keine Rede sein.

Beschreiben wir nochmals die Empfänger, die die Stechmücke besitzt; es sind Systeme die Wärme, Feuchtigkeit, Gas und chemische Substanzen wahrnehmen können. Daneben befinden sich auch noch Fühler, die es ermöglichen, die Flügelschwingungen des anderen Geschlechts wahrzunehmen.

Wenn eine 10 mm-kleine Stechmücke mit derart wirksamen Wahrnehmungssystemen ausgestattet ist bedeutet es, dass ihre Bedürfnisse durch einen “Schöpfer” bewusst ausgedacht sind und ihr bei Geburt mitgegeben wurden. Derjenige, Der ihre Bedürfnisse deckt ist Gott, Der sie aus dem Nichts erschafft. So wie Gott allen Lebewesen auf Erden das tägliche Brot gibt, gibt Er ihnen auch die Fähigkeit und Ausrüstungen, um an dieses tägliche Brot zu gelangen. Ein Quranvers verkündet diese Wahrheit wie folgt:

Kein Lebewesen gibt es auf Erden, dessen Versorgung Ihm nicht obläge; und Er kennt seinen Aufenthaltsort und seinen Ruheplatz. Alles ist klar verzeichnet. (Sure 11:6 – Hud)

Das Stechen ihrer Beute

Die Mücke, die einen der Reize wahrnimmt – handle es sich nun um Wärme, Gas, Feuchtigkeit oder ein chemisches Sekret – fliegt sofort auf ihre Beute zu. Sie lässt sich derart weich auf ihrer Beute nieder, dass dies meistens nicht bemerkt wird. Mit Hilfe eines sich in der Mundzone befindlichen Instrumenten-Paars findet sie nachher für die Durchbohrung der Haut die geeigneteste Stelle. Diese Instrumente werden “Palpi” genannt.


Der erste Bohrvorgang wird vom Ober- und Unterkiefer übernommen. Die 4 sich im Rüssel befindlichen Messer schneiden die Haut wie eine Säge auf. Wärme-, Geruchs-, Geschmacks- und Tastorgane spielen eine wichtige Rolle zum Auffinden der Kapillar-Äderchen unter der Haut, dort wo sie am dichtesten auftreten. Nach einigen Versuchen findet die Stechmücke eine Ader.
Die Stechmücke kann nun mit Hilfe des in das Bohrloch hineingesetzten Stachels mit dem Blutsaugen beginnen. Dank dieses Stachels kann sie in eine feine Blutader eindringen und das Blut direkt daraus saugen. Sie kann auch das Blut saugen, das sich um die Gewebe der Stelle gesammelt hat, wo sie die Haut durchbohrt hatte.

Meistens werden Spritzen senkrecht zur Haut verabreicht. Die wichtigste Eigenschaft des Mückenstachels ist, dass er sich in einer bestimmten Tiefe bewegen kann. Dank dieser hervorragenden Eigenschaft kann sich der Stachel unter der Haut nicht nur mit Leichtigkeit bewegen, er kann sogar parallel zur Hautoberfläche zu liegen kommen. Somit verhilft die sich Mücke mit ihrem Stachel dazu, an die aderreichste Zone zu gelangen.

Jedoch erwartet die Stechmücke hier ein Problem. Sofort nach einem Mückenstich setzt der menschliche Körper einen Abwehrmechanismus in Gang. Das für den Menschenkörper notwendige Enzym bei der Abwehr gegen Bakterien und zum Stoppen einer Blutung beginnt in der Wundzone mit der Absonderung eines Sekrets. Dieses Enzym sorgt für das Gerinnen des Blutes. Ein Blutgerinnsel würde jedoch das Blutsaugen der Mücke unmöglich machen.

Doch die Mücke, die dies “weiss”, spritzt aus einem ihrer Schneidebeine ein Sekret in die Wunde, das die Blutgerinnung verhindert! Dieses Sekret enthält ein die Blutgerinnung verhinderndes Enzym. Somit verliert das menschliche Enzym im Blut seine Wirkung und die Blutgerinnung findet nicht statt.

Dank dieses Sekrets appliziert die Stechmücke ihrem Opfer zudem eine Lokalanästhesie. Das Opfer merkt nicht, dass seine Haut durchbohrt und sein Blut gesaugt wird. Etwaige allergische Reaktionen, wie auch das Hautjucken werden durch dieses Sekret verursacht.

Während all das, was wir soeben beschrieben haben, sich in wenigen Sekunden vollzieht, merkt der Mensch nicht einmal, dass er von einer Mücke gestochen wurde.

Ein Weibchen saugt durchschnittlich 2.8 Milligramm Blut, dies dauert ungefähr 2.5 Minuten. Mit der Vollendung des Blutsaugevorgangs wird das Blut dank der sich am Vorderteil des Verdauungssystems befindlichen Saugpumpe an den Mitteldarm befördert. Der Bauch füllt sich bis hinunter zum Verdauungssystem mit Blut. Die Blutverdauungs-Prozedur dauert durchschnittlich 3-4 Tage, und dann wiederholt sich der Blutsaugevorgang.

Wenn wir über all diese Vorgänge nachdenken, kommen wir zu wichtigen Ergebnissen.
Damit die Stechmücke an das benötigte Blut gelangen kann, ist sie nicht nur mit einem hochentwickelten Wahrnehmungssystem, Schneid- und Saugmechanismen ausgestattet, sie ist auch mit chemischer Information versehen. Denn die Mücke benützt – ihrdie Blutgerinnung verhinderndes Sekret. Dieses wirkt sogar gegen ein Enzym im Verteidigungssystem eines ihr unbekannten, fremden Körpers. Zudem betäubt dieses Sekret das den Einstich umgebende Gewebe des Opfers.



Woher weiss die Stechmücke von einer Eigenschaft wie der Gerinnung des Blutes?

Wie hatte sie erfahren, dass das aufgeschnittene Gewebe lebendig ist, dass dieser Eingriff dem Opfer Schmerzen bereitet, und wie hat sie zur Lösung dieses Problems die Betäubungstechnik entwickelt? Die Durchführung der Lokal-Anästhesie vor einem chirurgischen Eingriff ist eine vom Menschen mit Hilfe der medizinischen Wissenschaft entwickelte Technik. Wie hat die Stechmücke dieses Wissen erworben?


Wenn es unter Labor-Bedingungen schon äusserst schwierig ist, solche Flüssigkeiten künstlich herzustellen, wie kann dann eine Mücke in den Besitz dieser Flüssigkeit gelangen?

Ist es nur ein Zufall, dass die Flüssigkeit, die zur Betäubung und zur Verhinderung der Blutgerinnung dient, sich in den Schneidemessern befindet, welche die Haut durchsägen und diese am meisten benötigen?

Wie kann erklärt werden, dass in einem Lebewesen mit einer Grösse von 1 cm in seinem Rüssel einer Länge von 0.1 cm und ungefähr 0.01 cm Durchmesser ein hochentwickelter Mechanismus eingebaut ist?

Die Antwort ist zweifellos klar: Es kann nicht die Rede davon sein, dass die Stechmücke über die chemische Zusammensetzung des Blutes im menschlichen Körper informiert ist, um dann gemäss dieser Kenntnis im eigenen Körper Lösungen zu entwickeln. Es ist deutlich, dass das Sekret der Mücke und das System, welches dieses Sekret in die Ader des Menschen einspritzt, nur durch die Erschaffung eines einzigen Schöpfers – der sowohl den Aufbau des Menschenkörpers als auch die Anatomie der Stechmücke bis ins letzte Detail kennt und über diese herrscht, entstanden ist.
Der Quran verkündet, dass Gott der Herr aller Welten (Arabisch: Rabb’il-alemin) ist. Das Wort “alem” ist ein Wort in der Mehrzahl und bedeutet verschiedene Welten, verschiedene Dimensionen oder unterschiedliche Ordnungen und Systeme. Das Wort “Rab” (Herr) hat jedoch Bedeutungen wie erziehend, ausbildend, ordnend, herrschend, besitzend. Auch der schwer zu glaubende “chirurgische Eingriff”, den die Stechmücke am Menschenkörper vornimmt, ist für sich allein schon eine kleine Welt. Der Besitzer des überragenden “Designs” dieser Welt – dessen Einzelheiten wir uns nicht einmal bewusst waren und erst jetzt durch die Wissenschaft entdeckt haben – ist Gott, unser Herr. So wie Er jedem Lebewesen unterschiedliche Nahrung gegeben hat, so hatte Er der Stechmücke Menschenblut gegeben. Die Aufgabe des Menschen – der sogar von diesem winzigen Tier mit Leichtigkeit besiegt wird – ist es, zu versuchen, die in unterschiedlichen Bereichen durch Gott erschaffenen Beweise zu sehen, und Seine Gerechtigkeit zu preisen. Folgender Quranvers ruft die Menschen auf, über dieses Thema nachzudenken:

O ihr Menschen! Ein Gleichnis ist für euch geprägt worden; so hört es: Siehe jene, die ihr neben Gott anruft, nie können sie jemals eine Fliege erschaffen, selbst wenn sie sich zusammentun. Und wenn ihnen die Fliege etwas raubte, könnten sie es ihr nicht wegnehmen. Schwach sind der Bittende und der Gebetene. Sie schätzen Gott nicht in Seiner wahren Bedeutung ein. Seht, Gott, ist wahrlich der Starke, der Mächtige. (Sure 22:73, 74 – al-Hadsch)


Überragende Flugtechnik

Die Stechmücke schwingt ihre Flügel ungefähr 500 mal pro Sekunde. Deshalb wird das Flügelgeräusch vom Menschen als ein Summen wahrgenommen.

Sofern die Arme eines Menschen an eine Maschine gebunden und diese gezwungen würden, sich pro Sekunde 500 mal auf und ab zu bewegen, käme es zu einem dramatischen Ergebnis. Das den Arm mit der Schulter verbindende Gelenk würde zerfetzt, die Bänder und alle die Arme haltenden Fasern würden abreissen, und die Arme blieben vollständig verkrüppelt. Diese für den Menschen unmögliche Bewegung ist für die Stechmücke seit dem Tag ihrer Geburt ein Teil ihres täglichen Lebens.


    

Ganz gewiss wird dieses wunderbare Ereignis dank verschiedener unterstützender, der Mücke angeborener Systeme verwirklicht.

Zuerst müssen die Muskeln und Bänder, welche die Flügel zum Schwingen bringen, äusserst stark und widerstandsfähig sein.

Eine zweite Bedingung ist die Versorgung dieser Muskeln mit Energie. Wie bekannt benutzen die Zellen Sauerstoff, den sie in Energie umsetzen. Mit der Erhöhung der Benutzungskapazität von Sauerstoff nimmt die Widerstandskraft proportional zu.

Im Menschenkörper gelangt der Sauerstoff von der Lunge ins Blut und wird mit dem Blut zu den Zellen befördert. Der Grund für die Ermüdung eines rennenden Menschen ist der, dass der notwendige Sauerstoff nicht rechtzeitig an die Zellen weiterbefördert wird. Ein anderer Grund zur Ermüdung ist die Milchsäure, die plötzlich in den Muskelzellen auftritt. Wenn die Säure aus den Zellen nicht abgeführt wird, bewirkt sie Ermüdungserscheinungen.

Für Stechmücken ist diese Situation völlig anders. Damit sie ihre Flügel, die fast so gross wie ihr Körper sind, 500 mal in der Sekunde schwingen können, benötigt sie sehr viel mehr Sauerstoff.
Deswegen wurde das Atmungssystem der Stechmücke in einer Weise erschaffen, um genau diesem Bedürfnis zu entsprechen. Das Atmungssystem besteht aus einer besonderen Atemröhre, die ohne weiteres an jede Zelle gelangt. Da diese Röhre direkt an die Luft ausserhalb des Körpers gelangt, können die Zellen ihren Sauerstoff-Bedarf decken, ohne auf eine befördernde Substanz angewiesen zu sein. Auch chemische Rückstände werden dank dieser Röhre aus den Zellen in die Atmosphäre geleitet. Deshalb kann die Mücke innerhalb einer Minute tausende Male ihre Flügel schwingen und ermüdet überhaupt nicht.

Die Fähigkeit der Stechmücke, ihre Flügel derart rasch zu schwingen, bringt ihr für den Flug etliche Vorteile ein. Sie kann in senkrechter Stellung von unten nach oben fliegen und sich mit Leichtigkeit vor- und zurück bewegen. Die Stechmücke besitzt viel höherstehendere Flugeigenschaften als Helikopter und Flugzeug und funktioniert wie eine makellose Maschine.
Damit Flugzeug oder Helikopter fliegen können, werden speziell raffinierte Brennstoffe benützt. Diese recht teuren Brennstoffe werden vor jedem Flug wieder nachgefüllt. Die Mücke schöpft indessen all ihre Energie aus dem aufgenommenen Pflanzennektar. Flugzeuge und Helikopter werden vor jedem Flug gewartet und bestimmte Motorteile regelmässig erneuert. Die Stechmücke fliegt ihr ganzes Leben lang dank der Kraft ihrer Rückenmuskeln und begegnet nicht einem einzigen Problem.

Die Flugverkehrsmittel der heutigen Zeit konnten erst im letzten Jahrhundert entwickelt werden. Ihre heutigen Eigenschaften wurden nach jahrelanger Forschung und geduldiger Arbeit erreicht. Die dabei benutzte Informationssammlung ist die von über hundert Jahren. Bei jeder Stufe der Entwicklung wurden das Urteil des Menschenverstands und die Vorstellungskraft benutzt. Wie sehr die Technologie auch fortgeschritten ist, so bleibt der Mensch im Vergleich zur Flugtechnologie in der Natur doch sehr im Rückstand. Bis heute gibt es keine Technologie, die eine Maschine in der Grösse einer Stechmücke und mit deren Flugeigenschaften herstellen kann.


Es darf nicht vergessen werden dass das Wesen, welches wir hier mit Maschinen verglichen haben, ein Lebewesen einer Grösse von 10 Millimetern ist, und dass auch dieses Lebewesen durch das Zusammenkommen von Millionen von kleinen Leben (Zellen) entstanden ist. Die Stechmücke ist im Vergleich zum Flugzeug oder Helikopter viel komplizierter aufgebaut.

Die Menschen antworten auf die Frage, wie ein Flugzeug oder ein Helikopter wohl entstanden sei, mit der Antwort, dass dies mit Hilfe von erfahrenen Ingenieuren und hochmodernen Fabriken verwirklicht wurde. Auch wissen sie sehr genau dass eine Behauptung, diese Verkehrsmittel seien als Folge einer zufälligen Zusammensetzung verschiedener Metalle entstanden, ein Irrsinn wäre. Doch ein Teil der gleichen Menschen, die sich in der Diskussion um die Überlegenheit der Stechmücke gegenüber Flugzeug und Helikopter verheddern, fahren mit einer anderen Behauptung auf. Die Mücke sei “innerhalb einer Evolutionsfrist durch Zufälle” entstanden, und zwar ohne Planung. Denn das Vorhandensein eines Planers, also Gottes Existenz zu akzeptieren, erscheint diesen Leuten aus “ideologischen” Gründen oder wegen einer Reihe zum eigenen Vorteil aufgestellter Bedingungen, als schwierig.

Mit einem solchen Verhalten betrügen sie sich nur selbst. Die Stechmücke ist ein aus dem Nichts erschaffenes Insekt, das in einem Sumpfgebiet oder einer Wasserlache nach einer Anzahl wunderbarer Stadien zur Welt kommt. Wie hoch sich die Technologie auch entwickelt – ein Lebewesen kann sie niemals aus dem Nichts erschaffen. Nicht mal eine einzige Fliege kann sie erschaffen. Denn Schöpfung ist allein Gott, dem Herrn des Universums, vorbehalten. Jedes erschaffene Wesen ist ein Beweis Seiner Existenz. Die Beurteilung im Quran “... Siehe jene, die ihr neben Gott anruft, nie können sie jemals eine Fliege erschaffen, selbst wenn sie sich zusammentun...” (Sure 22:73 – al-Hadsch) behält für die Verleugner seine Gültigkeit bis in alle Ewigkeit, und es wird auch für alle Ewigkeit erklärt, in welch grossem Widerspruch und Selbstbetrug sie sich befinden.