DAS LARVEN-STADIUM

Das aus dem Ei schlüpfende Mückenjunge besitzt ein Aussehen, das dem einer erwachsenen Mücke überhaupt nicht gleicht, als wäre es ein ganz anderes Lebewesen. Der Larvenkörper mit einer Länge von ungefähr 1-1,5 mm besteht mit Kopf, Brust und Bauch aus 3 Teilen. Der Kopf hat ein ovales Aussehen und beiderseits Facettenaugen, vor denen auch eine kurze Antenne vorhanden ist. Jedoch bis die Larve die Form einer erwachsenen Stechmücke annehmen kann, muss sie eine sehr schwierige Reise überstehen.

Die Larven leben unter Wasser. Weil sie ständig Nahrung aufnehmen, wachsen sie innerhalb einer Woche um das 6- bis 7-fache. Innerhalb des gesamten Lebens einer Stechmücke ist es das einzige Stadium, in dem sie wächst. Die Larve ist ständig hungrig, und sie frisst und wächst.
Damit die Larve während dieses Stadiums atmen kann, muss sie über dem Wasser aufgehängt bleiben können. Jedoch gibt es da ein Problem. Wie kann die Mückenlarve, die sich dauernd ernähren muss, an ihre Nahrung gelangen, solange sie sich im über dem Wasser hängt? Dazu muss sie eine sehr spezielle Methode finden; das Lebewesen aber, über das wir berichten, kann weder überlegen, noch hat es die Fähigkeit zur Entwicklung eines Systems – es ist nur eine Larve in der Grösse von eineinhalb Millimetern. Diese Larve muss dringend ernährt werden, sonst wird sie sterben.

In schwierigen Situationen kann die Larve ins Wasser tauchen. Jedoch dauert dies nicht lange, da sie zum Atemholen an die Wasseroberfläche zurückkehren muss.

Damit die Larve unter Wasser während ihrer Lage mit dem Kopf nach unten Nahrung aufnehmen kann, tritt ein sehr wichtiger, ihr angeborener Mechanismus in Funktion. Die Larve, die nicht selbst an ihre Beute herangehen kann, bringt die Beute zu ihren Füssen, indem sie das Wasser bewegt. Das sich auf beiden Seiten ihres Mundes befindliche flaumige, bürstenähnliche Organ wird von der Larve kräftig geschüttelt, und auf diese Weise werden im Wasser kleine Strudel gebildet. Somit können die sich im Wasser befindlichen Bakterien einfach in ihren Mund strömen. Die Larve frisst die an den Bürsten hängengebliebenen Bakterien. Eine Mückenlarve kann 100-1000 cm3 bakterienhaltiges Wasser pro Tag filtrieren.

Hier gibt es ein sehr deutliches Design; die den Mund der Larve umgebende Bürste ist ein besonderes, zur Nahrungsaufnahme des Insekts dienendes Werkzeug. Dass die Larve dank diesem System ohne zu ertrinken an ihre Nahrung gelangt zeigt, dass sich sogar eine winzige Larve unter dem Schutz Gottes befindet. So lenkt der Quran die Aufmerksamkeit besonders auf diese Wahrheit:

Und wieviele Tiere gibt es, die nichts zu ihrer Versorgung beitragen! Gott versorgt sie und euch. Und Er ist der Hörende, der Wissende. (Sure 29:60 – al-‘Ankabut)


Der Feind direkt nebenan

Es ist nicht richtig, alle Mückenlarven als ruhige, selbständig im Wasser schwimmende, sich mit der Ernährung von Bakterien begnügende Lebewesen zu definieren. Manche Larvenarten sind aggressiv. Wenn diese Larvenarten keine Nahrung finden, fressen sie einander. Deshalb ist für diese Larven bakterienreiches, schmutziges Wasser geeigneter als sauberes Wasser. In sauberem Wasser bleiben von dieser Larvenart innerhalb einer flossförmigen Eiergruppe nur einige wenige am Leben.

Jedoch weiss dies die Muttermücke und wählt für die Ablegung ihrer Eier schmutzigeres Wasser! In schmutzigem Wasser verbleiben von diesen flossförmigen Eiern ungefähr 100 Stück unversehrt.
Hat die Stechmücke dies wohl durch Beobachtung herausgefunden, oder indem sie über diese für die Weiterführung ihrer Art notwendigen Massnahmen nachdachte? Nein, die Mücke kann beides nicht tun. Es kann sicherlich nicht die Rede davon sein, dass die Mücke Erfahrungen sammelt, Entscheidungen fällt und dies den künftigen Generationen übermittelt.

Wie atmet man ohne aufzutauchen?

Um Atem zu schöpfen, taucht die Larve der Mansonya-Art nicht zur Wasseroberfläche auf. Statt dessen wendet sie eine kluge und schwierige Methode an.

Der Sauerstoff unter Wasser ist als eine im Wasser aufgelöste Substanz vorhanden, die von allen hier lebenden Pflanzen und Tieren benutzt wird. Die Pflanzen sammeln diesen Sauerstoff in ihren Wurzeln und anderem Gewebe.

Die Mansonya-Larve benützt diesen “verpackten” Sauerstoff der Pflanzen. Die Larve verfügt über ein sägeförmiges Organ das dazu dient, die Wurzeln und das Gewebe der Wasserpflanzen zu durchbohren und die darin enthaltene Luft einzusaugen. Die Benützung dieses Organs verhilft ihr zur bequemen Deckung ihres Bedarfs an Sauerstoff, und sie kann permanent unter Wasser bleiben.

Hier wird wieder ein grosses Design ersichtlich. In der Konstruktion der Mansonya-Larve, die nicht an die Wasseroberfläche auftaucht, ist alles Notwendige vorhanden, um die Pflanzenwurzeln zu durchbohren und die darin enthaltene Luft einzusaugen.

Zudem weiss die Larve, zu welchem Zweck ihr dieses Werkzeug gegeben wurde. Auch ist ihr bekannt, dass sie Sauerstoff benötigt, und dass dieser sich in den Pflanzenwurzeln befindet. Wie kommt es, dass eine soeben zur Welt gekommene Larve einer Grösse von nur 1.5 mm dies alles weiss? Aus dem Blickwinkel der Evolutionisten kann diese Frage jedoch nicht beantwortet werden.
Was ist in strömendem Wasser zu tun?

Um zu überleben, müssen sich die Larven in strömendem Wasser an einem Ort festhalten. Mit Hilfe eines Unterstützungssystems in ihrem Körper können sie dieses Problem mit Leichtigkeit lösen.

In sehr stark strömendem Wasser sind gewisse Larvenarten zu finden, die auf ihrem Rücken einen langen, unter 45 Grad Neigung mit ihrem Körper vereinigten Stössel aufweisen. Dank dem sich an der Spitze dieses Stössels befindlichen kleinen Chitin-Haken kann die Larve sich irgendwo festhalten und sich gegen die Strömung schützen. Besonders die Larve der Heptegina-Mückenart kann dank dieses Systems starken Strömungen widerstehen.


Das Haus der Stechmücke

Manche Stechmücken sind von Geburt Architekt. Diese Larven, die nicht über einen solchen sich irgendwo ansaugenden Schröpfkopf verfügen, bauen – um sich sowohl von ihren Feinden zu schützen, als auch gegen die Strömung standzuhalten – ihr eigenes Haus. Dies ist für sich allein schon eine beachtenswerte und verblüffende Arbeit, denn jede Phase ist voll von Schwierigkeiten.
Zuerst muss sich die aus dem Ei schlüpfende Larve bewusst werden, dass sie für ihre Sicherheit und zum Widerstand gegen die Strömung ein Haus benötigt, und daraufhin muss sie sich zum Bau eines Hauses entscheiden.

In der zweiten Phase muss die Larve einen Plan machen. Jedoch steht ein eine Lösung erforderndes Problem an. Denn die Larve ist weder im Besitz eines technischen Werkzeugs, noch eines Organs wie Schnabel, Kralle, Hand usw. Zudem gibt es für den Hausbau unter Wasser auch kaum Material.

Die Larve, an deren Bedürfnisse jedoch vorher gedacht wurde, ist bereits seit ihrer Geburt im Besitz des nötigen Materials für ihren Hausbau. Sie scheidet ein leicht formbares, gelatineartiges Sekret aus. Daraus baut sie in passender Form eine Art Nest, das auf beiden Seiten einem offenen Rohr gleicht. Dieses Nest gräbt sie im Schlamm oder im Sand ein, oder sie trägt es neben sich her.

Da die Larve keine Chemikerin ist, wäre es nicht sehr klug zu denken, dass sie dieses Sekret mit ihrem eigenen Verstand und Wissen hergestellt habe. Auch wenn sie es mit ihrer eigenen Intelligenz und Klugheit herstellen würde, wäre es nicht denkbar, dass sie ein solches System in ihrem eigenen Körper installieren könnte. Da sie nicht als Architekt ausgebildet wurde ist es auch klar, dass sie den Bau eines solchen, in den Sand einzugrabenden Nestes, nicht planen kann.
Auch wenn sie diese Eigenschaften – wie die Evolutionisten behaupten – zufällig oder durch Erfahrung errungen hätte, ist eine Larve auch nicht imstande, die erworbene Information an die nachfolgende Generation weiterzugeben. Ein neugeborenes Lebewesen kann nicht etwas lernen, ohne dass jemand da ist um es ihn zu lehren.

Sofern ein Lebewesen von Geburt an Informationen besitzt, diese richtig anwendet und auch seit seiner Geburt mit allen Möglichkeiten und Materialien versehen ist, gibt es nur eine einzige Erklärung: Diese Informationen und Eigenschaften werden dem Lebewesen durch Gott gegeben, demjenigen, durch den es selber aus dem Nichts erschaffen wurde.


Atmen mit dem Kopf nach unten

Während ihres Entwicklungsstadiums nimmt die Larve ununterbrochen Nahrung auf. Damit ihr Mund ständig mit dem Wasser in Berührung bleibt, ist es nötig, dass sie mit dem Kopf nach unten hängt. Ein zweites Grundbedürfnis der Larve ist die Atmung. Wie kann sie diesen zwei Grundbedürfnissen – fressen und atmen – mit dem Kopf nach unten gleichzeitig gerecht werden?
Damit die Menschen unter Wasser atmen können, profitieren sie von einer Reihe von spezieller Geräte wie Sauerstoff-Flasche, Schnorchel, Lungenautomat, usw.

Auch die Stechmücken-Larve ist von Geburt an Besitzerin einer Taucherausrüstung. In ihrer Stellung mit dem Kopf nach unten holt sie Atem mit einer Art Luftschlauch, der sich am hinteren Teil ihres Körpers befindet. Manche Larven halten sich auch parallel zum Wasser und benützen die sich an ihrem Bauch befindlichen drei Atmungslöcher. Diese Systeme gleichen den von den Tauchern benützten Schnorcheln und Lungenautomaten.

Was dem Menschen vielleicht hier nur als eine biologische Einzelheit erscheint, bringt eine Wahrheit zum Vorschein: Sofern es ein derart kluges Design gibt, gibt es unbedingt auch einen Verstand, der dies erschafft. Dieser Verstand gehört Gott, dem Herrn über das Universum, von der kleinsten bis zur grössten aller Welten, dem Richter über alle Dimensionen, und dem Erzieher und alles Ausgleichenden.

Mit seiner Schöpfung zeigt Gott den Menschen Sein Handwerk als Beweis Seiner eigenen Existenz. Dieses Handwerk – sei es die komplizierte Konstruktion des Hirns bei einem Menschen, oder sei es die Anatomie einer Stechmücke – zeigt sich überall. Genau deswegen wird in der Bakara-Sure im 26. Vers verkündet, dass Gott Sich nicht davor scheut, sogar eine einzelne Stechmücke als grosses Beispiel zu nennen:

Siehe, Gott scheut sich nicht, ein Gleichnis mit einer Mücke zu machen oder mit etwas noch geringerem; denn die Gläubigen wissen, dass es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Die Ungläubigen aber sprechen: "Was will Gott mit diesem Gleichnis?" Viele führt Er hierdurch irre, und viele leitet Er hierdurch recht; doch irre führt Er nur die Frevler. (Sure 2:26 – al-Baqara)


Wenn in den Schnorchel Wasser eindringt

Die durch den Schnorchel erfolgende Atmung birgt jedoch eine Gefahr. Durch Wellen im Wasser oder durch Auftreten eines Windes kann in den Schnorchel Wasser eindringen, und dies würde das Ertrinken der Mücke bedeuten.

Dank einer ganz besonderen Vorsichtsmassnahme wurde diese Situation verhindert. Die mit der Luft in Berührung stehenden Schnorchel-Spitzen sind von Geburt an mit einem speziellen Fett überzogen. Die Besonderheit an diesem Fett ist seine wasserabstossende (hydrophobe) Eigenschaft. Dank dieses Fetts dringt kein Wasser in die Atemröhre der Larve ein.

Dieses Sekret wurde speziell gegen Wasser erschaffen. Wenn die Larve in eine andere Flüssigkeit – zum Beipiel Erdöl – gelegt wird, kann das Sekret seine Aufgabe nicht erfüllen. Das Erdöl dringt durch den Schnorchel ein und die Larve erstickt.

Dass sich am Ende der nur ein paar Millimeter langen Atemröhre einer 10 Millimeter kleinen Larve ein derart spezielles Sekret befindet, ist ein Thema, dass es wert ist, sich damit näher zu befassen. Achten wir auf die folgenden Einzelheiten:

- Das Treffen einer solch speziellen Vorsichtsmassnahme gegen das Eindringen von Wasser durch den Schnorchel;

- Die Absonderung des Sekrets an der genau notwendigen Stelle, durch die sich an der Spitze der Atemröhre befindlichen Zellen;

- Die Tatsache, dass dieses ölartige Sekret mit jeder neuen Generation von neu entsteht...
Kann die Existenz von alledem mit dem Zufall erklärt werden? Gewiss nicht.

Denn Zufälle sind Grund zur Verwirrung. Dicht aufeinanderfolgende Milliarden von Zufällen wären gleichbedeutend mit Chaos. Die aus voneinander unabhängigen, aber anpassungsfähigen Teilen entstandenen Systeme und Mechanismen, welche einem gemeinsamen Ziel dienen, können nicht aus dem Chaos, sondern nur durch ein bewusstes Design entstehen.

Die Evolutionstheorie vertritt jedoch die Meinung, dass die existierenden Lebewesen ihr heutiges Stadium mit der Zeit durch die langsame Weiterentwicklung von einfacheren Lebewesen erreicht haben. Laut Evolutionstheorie hat sich diese Entwicklung als Ergebnis durch die mit der Zeit erfolgten zufälligen Veränderungen Stufe um Stufe verwirklicht.

Wie sehr sich auch bemüht wird, sie in lateinische Namen und Fachausdrücke zu “verpacken”, so kann doch die Grundlogik der Evolutionstheorie mit einem einzigen Wort dargestellt werden: “Zufall”.

Untersuchen wir nun, wie die ihr das Atmen ermöglichende besondere Konstruktion der Stechmücke entstanden sein könnte, auch anhand der Behauptungen der Evolutionstheorie.
Gemäss Evolution hätten vor tausenden von Jahren einfachere Stechmücken vorhanden sein sollen. Laut diesem illusionistischen Szenarium müsste man annehmen, dass die Atemröhre bei den damaligen Stechmücken noch nicht entstanden war. Was hätten dann die Larven gemacht?
Die Larve wäre nicht mit dem Kopf nach unten im Wasser geblieben, sondern zum Atmen hätte sie ihren Kopf über Wasser gehalten. Das unvermeidliche Ende wäre dann, dass die Larven verhungert wären.


ii)Nehmen wir an, dass am Körper der Larve zufällig eine Luftröhre angefügt wurde (später werden wir auf diese technische Undurchführbarkeit zurückkommen); wenn das sich an der Spitze der Luftröhre befindliche Fett – welches das Eindringen des Wassers in die Röhre verhindert – nicht gewesen wäre, so wäre die Larve ertrunken. Die Larve hätte nicht einmal eine einzige Sekunde Zeit gehabt zu warten, bis dass die Zellen in ihrem Körper dieses Fett produzierten. Kurzum, dies zeigt dass die Evolutionstheorie an und für sich eine widersprüchliche Situation darstellt.

Nehmen wir an, dass die Atemröhre und das sich an der Spitze der Atemröhre befindliche Fett gleichzeitig an den Körper der Larve angefügt wurden. Dies hätte nur das Leben dieser einen Larve gerettet. Denn eine in ihrem Körper entstehende Veränderung hätte sie der nächsten Generation nicht weitergeben können. Doch um die Veränderung der nächsten Generation vererben zu können, sollte sich die Evolution nicht mit der Bildung eines oder mehreren Organen begnügen, sondern sie müsste auch deren genetischen Code in die sich in den Fortpflanzungszellen des Lebewesens befindliche DNS lückenlos einfügen.

Wir wollen wir dieses Thema an einem weiteren Beispiel verdeutlichen. Stellen wir uns ein Lebewesen vor – angenommen einen Vorfahren des Menschen – dessem Körper ein neues Organ wie die Leber hinzu gefügt wird. Der genetische Code der Leber besteht aus Millionen von Chiffren. Diese Chiffren müssen alle gleichzeitig in die DNS der Fortpflanzungszellen dieses Lebewesens eingegeben werden, damit sich in der nachfolgenden Generation eine Leber bilden kann. Ein einziger Fehler innerhalb von Millionen von Chiffren führen zur Nicht-Bildung der Leber, genauer, zu deren Untauglichkeit und dazu, dass dem Lebewesen anstatt Nutzen nur Schaden entsteht. Das fiktive Lebewesen stirbt.

Was würde das betreffende Lebewesen ausserdem tun, bis in seinem Körper eine Leber vollständig entstanden ist? Welches Organ würde die lebenswichtigen Funktionen der Leber übernehmen? Kurzum, schon der Gedanke, dass einst ein solches Lebewesen existiert hätte, ist unlogisch. Der erste Mensch war bereits vollständig und fehlerfrei, er muss also erschaffen worden sein.

Auf die gleiche Art muss auch die Stechmücke ihre Eigenschaften als genetische Chiffre in ihrer DNS aufweisen. Andernfalls muss sonst die nachfolgende Generation dies entbehren. Die genetischen Chiffren sowohl der Atemröhre, als auch des Fettes der sich an deren Spitze befindlichen Zellen hätten den Fortpflanzungszellen des fiktiven Lebewesens, das der angenommene Vorfahr der Stechmücke gewesen sein soll, gleichzeitig lückenlos und fehlerfrei beigegeben werden müssen, was unmöglich ist. Auch hier ist wiederum der logische Schluss, dass die Stechmücke in fehlerloser und perfekter Weise erschaffen wurde.

Wie kann nun die Mücke die eingeatmete Luft in ihrem Körper verteilen?
Die Atmung der Stechmücke vollzieht sich in dieser Weise:

Die Mücke füllt die eingeatmete Luft in zwei winzige Säckchen. Diese Säckchen sind mit Kapillarröhrchen verbunden, und dank dieser Kapillaren wird die Luft im Körper verteilt.



Zwischen den Säckchen befindet sich ein dem Bedürfnis der Stechmücke geeignetes Herz. Durch die regelmässigen Herzschläge übernehmen die Säckchen die Funktion einer Luftpumpe und ermöglichen so die Verteilung der Luft im ganzen Körper.

Auch Organe Herz, Magen und Därme müssen sich vollständig im Körper der Mücke befinden. Zusammen mit dem Atmungssystemsind auch diese Organe für die Stechmücke unerlässlich. Sicherlich ist eine Mücke nicht denkbar, die mit allen anderen Systemen, aber ohne Herz ausgestattet ist.

Was passiert, wenn sie stundenlang unter der Sonne oder im Wasser bleibt?

Die Stechmücke verbringt ihr Larven- und Puppen-Stadium vollkommen im Wasser und befindet sich im allgemeinen an der Wasseroberfläche. Da die Wassermoleküle die Sonnenstrahlen stark reflektieren, müsste logischerweise die Larve dadurch mit der Zeit negativ beeinflusst werden. Indessen wird die Larve von der Sonne überhaupt nicht beeinflusst. Denn dank einem sich im Körper der Stechmücke befindlichen Pigment wurde auch dieses Problem gelöst.

Dieses Pigment entsteht aus einem Zellgift, das vollständig mit Harnsäure-Granulat angereichert ist. Die Harnsäure erfüllt für die durchsichtige Larve und die Puppe eine Schutzfunktion gegen übermässige Sonneneinstrahlung, was sie vor dem Verbrennen bewahrt.

Nehmen wir an, dass all die bis hierher aufgezählten an Wunder grenzenden Eigenschaften der Mücke, tatsächlich durch Wunder von allein entstanden sind. Wenn nur dieser oben erwähnte Schutz im Körper der Larve fehlen würde, hätten all die anderen Eigenschaften keinen Sinn mehr, und die Larve würde unter der Sonne verbrennen.

Das Larvenstadium der meisten Stechmücken dauert bis zu einer Woche. Der Zeitraum ist abhängig von der Umgebungstemperatur und von der Ernährung der Larve.

Die Larve wird wächst, und ihre Haut beginnt sich in einer Weise zu straffen, die ein weiteres Wachstum der Larve verhindert. Dies bedeutet, dass es an der Zeit ist, sich von ihrer ersten Haut zu befreien. Die Larve ist nun bereit, ins Puppen-Stadium einzutreten.