DAS EI-STADIUM

Sehr viele Dinge, deren Verwirklichung den Menschen als unmöglich erscheint, können von Tieren mit einer erstaunlichen Leichtigkeit verrichtet werden. Der Mensch kann zum Beispiel die Dauer der Schwangerschaft nicht verlängern, doch die Mücken können dies tun.


Manche Stechmücken legen ihre Eier nicht nach dem ersten, sondern erst nach dem zweiten oder gar dritten Regen. Dadurch wird der Mückennachwuchs auf besondere Weise geschützt.
Es gibt einen wichtigen Grund, warum die Stechmücken das Ablegen ihrer Eier hinauszögern. Da mit dem ersten Regen die am Boden entstandene Feuchtigkeit und die Wasserlachen in kurzer Zeit vertrocknen können, könnte die an einem trockenen Ort verbliebenen Larven absterben. Die Mücke weiss das jedoch und handelt sehr klug. Sie lässt sich vom ersten Regen nicht verleiten und wartet auf die nächsten Regenfälle.

Woher weiss die Stechmücke, dass die Feuchtigkeit der Erde nach dem ersten Regen ungenügend sein wird, und die entstandenen Pfützen in kurzer Zeit vertrocknen werden? Um eine solche Vorsichtsmassnahme zu treffen, muss die Mücke über die Auswirkung der Verdunstung informiert sein und sich ernsthaft zum Beipiel folgendes überlegen: “Das ist erst der erste Regen, mit der Zeit kann das Wasser in und über der Erde verdunsten, weshalb ich zum Eierlegen besser noch eine Weile zuwarte.”

Die Stechmücke kann sich eine Information dieser Art nicht durch Erfahrung aneignen, denn bevor sie die nächste Regenzeit sieht, wird sie gestorben sein. Für einen Entscheid hat sie eine einzige Chance. Um diese Chance richtig zu nutzen, müsste sie vorher unbedingt eine Ausbildung genossen haben. Aber sie kam ja erst vor ein paar Wochen zur Welt, und eine Ausbildung ist für die Mücke nicht möglich, weil sie über keine Lernfähigkeit verfügt.


 

Gleichwohl fasst die Mücke einen äusserst konkreten und weit vorausschauenden Entschluss. Dieser Entschluss bewahrt die Art der Stechmücken.

Hier entsteht die Frage: Wie wird Information von Generation zu Generation weitergegeben? Sofern von einem neugeborenen Menschen die Rede wäre, würde seine Ausbildung über Jahre dauern. Vieles von dem, was ein Mensch später weiss, erlangt er nach der Geburt durch Erfahrung und Ausbildung. Doch jede einzelne weibliche Mücke, deren Leben nur ein paar Wochen dauert, ist bereits bei der Geburt im Besitz der notwendigen Information. Wer hat ihr dieses Wissen vermittelt? Nach wessen Willen handelt die Stechmücke?

Wenn sich auch diese Frage auf ein die meisten Menschen nicht interessierendes Thema, die Fortpflanzung der Stechmücken bezieht, so berührt doch die Antwort das wichtigste aller Themen, das alle Menschen betrifft.

Denn die Mücke bewegt sich wie alle Lebewesen durch Eingebung des Herrn über Himmel und Erde. Das ist die einzig wahre Antwort. Sei es nun eine Stechmücke oder der bisher grösste Herrscher der Welt, oder sei es irgendjemand der diese Zeilen liest, ob er es merkt oder nicht, alle sind unter Gottes endgültiger Kontrolle. Ein Quranvers vermittelt diese Wahrheit folgenderweise:
Siehe, ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfaßt. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Sure 11:56 – Hud)


Der Erfolg, schwierige Tage zu überleben

Die Stechmücken legen ihre Eier in den Sommermonaten oder im Herbst. Für die Entwicklung der Mückenlarven ist die Wärme des Ortes, an dem sie sich befinden, ein sehr bedeutender Faktor. Sobald die Wärme bis zu einem bestimmten Grad gestiegen ist (mindestens 10 oC, höchstens 30 oC), kann sich die Entwicklung beschleunigen, doch bei Überschreiten dieser Grenzen verlangsamt sie sich oder die Larve stirbt.

Im Gegensatz zu der empfindlichen Lage der Larven sind die Eier gegen Trockenheit und Kälte ziemlich widerstandsfähig. Wenn die notwendigen Bedingungen nicht eintreten, können sie, ohne zu platzen, auf die Regenfälle und das warme Wetter warten...

Falls die notwendigen Bedingungen nicht stattfinden, bleibt die Entwicklung des Eis stehen. Dies ist keine Art des Sterbens, sondern nur eine bis zur Normalisierung der Bedingungen getroffene Vorsichtsmassnahme. Dieses Verspätungssyndrom während des Ei-Stadiums nennt man “Diapose”.

Solange die für das Wachstum des Eis notwendige Feuchtigkeit und Wärme ungenügend ist, bleibt die Entwicklung stehen, und das Ei bewahrt seine Existenz noch jahrelang, ohne abzusterben. Das Ei ist quasi mit einer Art “Wärme-Feuchtigkeits-Schutzschalter” versehen. Wenn die Bedingungen ungeeignet sind, schaltet sich der Schutz ein und stoppt das Entwicklungs-Programm.

Es ist nicht ganz richtig, von einem Stoppen des Programms zu sprechen, denn auf geeignete Bedingungen zu warten ist auch ein Teil des Programms. Die Grösse dieses kleinen, mit einem Programm ausgestatteten Wesens, beträgt ungefähr 1 mm.

An welche Quellen man sich zu diesem Thema auch wendet, es kann festgestellt werden, dass sogar die konservativsten Evolutionisten akzeptieren, dass beim Mücken-Embryo ein Programm vorhanden ist. Dieses Programm ist ein Entwicklungsprogramm des Embryos im Mutterleib oder im Ei, und gleicht einem Computerprogramm. Alle Einzelheiten des Programms wurden in das im Zellkern befindliche DNS-Molekül eingetragen.

Der Unterschied zwischen einer Mücke und einem Menschen, oder einem Elefanten und einem Papageien entspringt demnach aus den unterschiedlichen DNS Einträgen. Eine neu befruchtete Zelle eines Tieres, oder eine neu befruchtete Zelle eines Menschen können auf den ersten Blick nicht unterschieden werden. Doch jede Zelle bleibt dem ihr vorbestimmten Programm treu, teilt sich, und als Ergebnis kommt eine Stechmücke zum Vorschein.

Wenn aber hier ein Programm am Werk ist, muss es auch einen Verstand geben, der dieses Programm geschrieben hat.

Es ist ziemlich unvernünftig zu behaupten, dass sogar das einfachste Computerprogramm von selbst entstehen und in einem Computer von allein ablaufen könnte. Wie vernünftig ist es dann, zu behaupten, dass das Embryo-Programm – das mit Sicherheit komplizierter ist, als das höchstentwickelte Computerprogramm und vom Menschenverstand noch nicht begriffen werden kann, aus einer Reihe von Zufällen entstanden ist?

Die Evolutionisten können genau dies nicht erklären und versuchen, dem Thema mit einem beachtenswerten Begriff auszuweichen. Der Begriff heisst „Wunder der Evolution”.

Indessen ist das Wort “Wunder” ein Name, der übernatürlichen Ereignissen gegeben wird. Die Evolution behauptet jedoch, dass alle Wesen allein durch die Natur zur heutigen Verfassung gelangt sind. Da sich die Natur nicht mit sich selber paaren und etwas Übernatürliches verwirklichen kann, kann von einem Evolutionswunder nicht die Rede sein. Kurzum, die Evolutionstheorie führt sich selbst ad absurdum.

Kehren wir nun zu unserem wesentlichen Thema zurück, bei dem die Stechmücke die Entwicklung des Eis stoppt und die geeigneten Verhältnisse abwartet. Diese Besonderheit ist für die Mücke äusserst wichtig. Denn sie sichert die Nachkommenschaft der Stechmücken und damit den Arterhalt.

Es gibt besondere Wüstenmoskitos, die dickhäutige Eier legen, die manchmal sogar erst nach 1-2 Jahren platzen und erst dann vervollständigen die Larven ihre Entwicklung.

Dank dieser Widerstandskraft können wir nahezu überall auf der Welt Stechmücken antreffen; sei es in Gegenden mit vorherrschender Polarkälte bis minus 60 Grad, in der feuchten, heissen und stickigen Atmosphäre von Erzgruben, oder in Wüsten, in denen keine andere Wasserquelle als die von 2 oder 3 Brunnen vorhanden sind... Im Norden von Island befindet sich ein See genannt “Mückensee”. Die Larven, die sich dort in gefrorener Form befinden, schlüpfen mit dem Schmelzen des Eises aus den Eiern, nachdem sie sich monatelang in gefrorenem Zustand unter dem Eis befunden haben. Sie setzen ihre Entwicklung an dem Punkt fort, an dem sie durch den Frost unterbrochen worden war und werden zu erwachsenen Stechmücken.


Meister der Tarnung

Nachdem sich die Muttermücke von ihren Eiern entfernt hat, bleiben diese völlig schutzlos. Da sie, kurz nachdem sie verlassen wurden, in gelber Farbe glänzen, bilden sie eine rasch bemerkbare, unbewegliche und leichte Beute. Es gibt sehr viele auf sie wartende Feinde.



Jedoch weisen die Mückeneier ein besonderes Merkmal auf. Die Farbe der in der Nacht gelegten Eier verwandelt sich mit dem ersten Licht der Morgendämmerung in schwarz. So werden sie auf wirksame Weise vor Käfern und Vögeln getarnt.

Einige Mückenarten (Malariamücken) werden auch während dem Larven- und Puppenstadium, je nach ihrer Umgebung, von einer Farbveränderung betroffen. Wenn die Larve an einen weissen oder schwarzen Ort gelegt wird, nimmt sie die dieser Umgebung entsprechende Farbe an.
Sicherlich wissen weder das Ei, noch die Larve, noch die einst auch selbst diese Stadien durchschreitende Muttermücke von dieser Farbveränderung. Die Mückenlarven sind völlig ahnungslos über die Existenz der Feinde ihrer Umgebung, und darüber, dass sie von ihrer Mutter verlassen wurden und allein und schutzlos geblieben sind.

Jedoch wurde an den für sie geeignetsten notwendigen Schutz gedacht. Die Pigmente in der Schale der Eier werden vom Sonnenlicht aktiviert und tarnen somit die Eier durch Verdunklung.
Das Einwirken der von der Sonne kommenden Photonen und die Anpassung an die Umgebung mittels Farbveränderung bedeuten ein recht komplexes chemisches Verfahren, und dadurch dass die in der Schale des Eis und der Larve befindlichen Zellen schon vorher mit diesem System versehen wurden, ist ein wirksamer Schutz sichergestellt worden. Um zu erkennen, dass es sich hier um das Werk einer bewussten Schöpfung handelt, braucht es nichts anderes als einen gesunden Menschenverstand.


Unsinkbare Eier

Bei der Bezeichnung “Ei” kommt uns die klassische Eiform in den Sinn. Aber die Mückeneier wurden je nach Standort der Arten oder den Gefahren, denen sie in jener Umgebung ausgesetzt sind, mit verschiedenen Besonderheiten erschaffen. Einige wurden sehr sorgfältig verpackt, andere irgendwo fest angebracht und manche, um im Wasser nicht zu versinken, mit Luftkissen ausgestattet.

Weibliche Stechmücken können zwischen 40 und 200 Eier auf einmal auf dem Wasser ablegen. Es gibt Mücken, die alle drei Wochen Eier legen, und solche, die dies nur einmal im Jahr tun. Die wichtigsten der verschiedenen Eier-Arten sind die folgenden:


Scheiben-Eier

Das Ei der Culex-Art besitzt im unteren Teil einen Hohlraum in Form eines Trichters. Auf den ersten Blick scheint es dem Menschen keinen Sinn zu ergeben. Indessen kommt bei den Folgestadien zum Vorschein, dass dieser eine äusserst wichtige Funktion besitzt: Der Hohlraum erfüllt dank der sich darin befindlichen Luft die Aufgabe eines Rettungsrings und sichert das Schwimmen des Eis auf dem Wasser.

Ein einzelnes Ei könnte jedoch leicht kentern, es würde beim kleinsten Schaukeln sein Gleichgewicht verlieren, umkippen, und das sich an der Unterseite befindliche Luftloch würde sich mit Wasser füllen, seinen Auftrieb verlieren, und das Ei würde versinken.

Damit die Eier leben können, müssen sie über Wasser bleiben. Für die Lösung des Problems wenden wir uns an Sie, an den mit einem Verstand versehenen Menschen; was würden Sie tun, damit die Eier nicht versinken?

Die Stechmücke löst dieses Problem auf die bestmögliche Art: Sie klebt die Eier aneinander. So bilden die scheibenförmig aneinander geklebten Eier ein ca. 11 mm grosses Floss, dass auf dem Wasser schwimmen kann. Die Luft, die sich in dem Hohl-raum zwischen Ei und “Rettungsring” befindet, hält das Floss über Wasser. Würde nicht eine solch kluge Methode benützt, würden die Eier im Wasser versinken und absterben.

Wie aber hat die Mücke, die nicht mal etwas über die Tragkraft des Wassers weiss, zu diesem Problem die geeignetste Lösung gefunden? War ihr bewusst, dass es da ein Problem gab, um überhaupt von einer Lösung dieses Problems sprechen zu können?

Die Eier einzeln aneinanderzukleben und mit Sorgfalt ein Floss zu bauen ist eine ziemlich mühsame Arbeit. Wenn bedacht wird, dass diese Eier in der nachfolgenden Jahreszeit platzen werden, so wird die Stechmücke, ohne das Ergebnis ihrer Bemühungen gesehen zu haben, sterben. Obwohl nach dem Legen der Eier überhaupt keine Beziehung mehr zu ihren Eiern besteht, und auch wenn sie zur Weiterführung ihres Lebens daraus überhaupt keinen Nutzen ziehen kann, unternimmt sie grosse Anstrengungen für die Sicherheit ihrer Eier nach ihrem eigenen Tod.

Diese mühsame Arbeit hat auf ihr eigenes Leben überhaupt keine Auswirkung. Doch trotzdem setzt sie alles daran, nicht um am Leben zu bleiben, sondern um einer künftige Generation zum Leben zu verhelfen. Mit dem Ziel eine Generation zu retten, die sie niemals sehen wird, und ohne zu wissen, in welcher Atmosphäre, unter welchen Bedingungen sie sich entwickelt und welchen Gefahren sie begegnen wird, trifft sie die richtigen Entscheidung und führt eine ihre schwierige Arbeit zu Ende.


Warum setzt dieses Insekt, dessen einziges Ziel es ist, am Leben zu bleiben, Nahrung aufzunehmen und sich zu paaren, alles an die Durchführung einer Arbeit, deren Ergebnis es nicht einmal sehen wird? Welches ist die Macht, die die Mücke zu ihren Anstrengungen veranlasst?
Es ist sehr klar ersichtlich, dass die Stechmücke keinen Lebenskampf führt. Sie ist in der Lage, richtig und mit gesundem “Menschenverstand” zu reagieren, und zwar durch Eingebung.

Es gibt eine weitere Frage, die von den Evolutionisten, oder besser noch von denjenigen, die sich vor der Schöpfung blind stellen, beantwortet werden muss. Wie hat die Mücke die passende Lösung gefunden, die das Versinken der Eier verhindert?
Wie sehr es auch unmöglich erscheint, nehmen wir einmal an, dass die Stechmücke andere Eier beobachtete, und dass sie nach reiflicher Überlegung selbst eine solche Lösung gefunden hätte. Auch wenn dem so wäre, sich jedoch unter den Eiern kein angeborenes Luftloch befände, würden alle Versuche der Mücke zum Bau eines Flosses nichts nützen.

Zudem besitzt die Mücke einen angeborenen, natürlichen Klebstoff, der die Eier aneinanderklebt und dessen Wirkung auch im Wasser nicht verlorengeht. Wenn dieser Klebstoff nicht wäre, ergäbe weder das sich unterm Ei befindliche Luftloch, noch der Entscheid der Mücke zur Anfertigung eines Flosses einen Sinn.

Dass das von der Stechmücke angefertigte Floss die Form einer Scheibe annimmt, hat auch einen bestimmten Sinn und Zweck. Für ein Floss ist die geeignetste Form eine Scheibe. Sofern die Mücke eine andere geometrische Form benützen würde, ein dünnes, langes Rechteck, könnte das Floss mit Leichtigkeit kentern. Die Form einer Scheibe verhilft zu einer Sicherheit, indem sie mögliche Gefahrenmomente der Wasserkraft in passender Weise ausgleicht.

Für diese Einzelheiten, die miteinander ein derart harmonisches System ergeben, ist es mit dem Verstand nicht vereinbar zu behaupten, dass sie mit der Zeit als Ergebnis von Zufällen und von selbst entstanden seien. Zudem würde das Fehlen nur einer dieser Einzelheiten den Grund zum endgültigen Verschwinden des gesamten Systems liefern. Die Stechmücke stellt ein Floss her, das niemals mit der Methode von “Versuch und Irrtum” entwickelt wurde, und keinesfalls als Zufallsergebnis entsteht. Die alleinige Erklärung dieser Situation ist, dass das Lebewesen, das dieses Floss nicht mehr als ein paar Wochen nach seiner Geburt anfertigt, für diese Arbeit mit notwendigem Wissen und Ausrüstung versehen und “programmiert” wurde.
Gelierte Eier

Damit Lebensmittel ohne zu verderben aufbewahrt werden können, sind in den letzten Jahrzenten wirksame Methoden entwickelt worden. Die wichtigste ist die des Verpackens.

Auch die als Schwarm-Mücke bekannte Stechmückenart benützt diese Methode, um ihre Eier auf-zubewahren.

Die Eier werden in eine gelatineartige Masse in Form eines Rahmens oder einer Schnur verpackt. Die Gelatinemasse schützt die Eier vor mechanischen Einflüssen, Vertrocknen, plötzlichen Temperaturveränderungen und Feinden. Dank dieser Masse klebt die Stechmücke ihre Eier an Pflanzen oder Steine und verhindert somit das Verlorengehen der Eier im Wasser.


Rettungsring-Eier

Die Trägerin des Malaria-Krankheitserregers – die Anopheles-Stechmücke – ist im Besitz einer besonderen Form und Struktur, die das Versinken ihrer Eier im Wasser verhindert und deren Verbleiben auf der Wasseroberfläche sichert. Die Luftkammern ausserhalb der Eierschale und die Schwimmränder, welche das Ei umgeben, halten zusammen mit der Kohäsionskraft des Wassers das Ei schwimmfähig.

Die Kohäsionskraft ist eine Kraft, die an der Wasseroberfläche entsteht. Kleine Lebewesen können diese Kraft nicht überwinden. Dadurch können zum Beispiel Insekten bequem auf dem Wasser laufen. Manche Insekten können dank einer sich an ihren Beinen befindlichen Stütze, den Härchen an ihren Füssen, die den Fuss wie fettige Sekrete überziehen, sich viel leichter auf dem Wasser bewegen.

Auch die Eier der Anopheles-Stechmücke sind mit Luftkammern und Schwimmrändern versehen, damit sie in dieser Form die höchste Stabilität aus der Widerstandskraft der Wasseroberfläche erzielen können. Doch wissen weder die sich in den Eiern befindlichen Larven, noch die einst aus diesem Ei geschlüpfte Muttermücke um die spezielle Form des Eis, die dazu dient, von der Kohäsionskraft zu profitieren.

Wenn der Aufsatz auf dem Ei nicht als vollständiges Ganzes entstünde, würden die Eier der Anopheles versinken, und die Gattung dieser Stechmücke würde aussterben.

Doch dies geschieht nicht. Denn damit die Anopheles wie auch die anderen Lebewesen ihre Existenz weiterführen können, wurde der ihren Bedürfnissen entsprechende Plan durch Gott entworfen.


Schreiner-Mücke

Stechmücken legen ihre Eier nicht immer in ein stehendes Wasser. Zum Legen ihrer Eier benutzt die Cylindrotoma-Mücke eine noch erstaunlichere und schwierigere Methode. Das Weibchen dieser Art bringt ihre Eier im Gewebe einer Pflanze unter.

Hierzu besitzt die Stechmücke dank der Schöpfung eine besondere Eigenschaft. Mit einem über ihrem Kopf befindlichen und die Aufgabe einer Säge erfüllenden Organ kann sie das Pflanzengewebe bequem schneiden. Ihre Eier schiebt sie in Pflanzenglätter, die sie an der Oberseite aufgeschnitten hat. Manchmal können 70 auf diese Weise abgelegte Eier in einem Pflanzenblatt angetroffen werden.

Obwohl die Möglichkeit besteht, ihre Eier auch woanders abzulegen, hat die Mücke eine besonders anstrengende Methode und ausserdem einen schwierigen Ort gewählt. Warum sollte ein Insekt, dessen einziges Ziel Nahrung aufzunehmen und zu leben ist, eine Arbeit beginnen, die sehr mühsam ist und es in Schwierigkeiten bringt?

Handelt die Cylindrotoma auf diese Weise, weil sie Schwierigkeiten mag?

Wieso gibt es nicht bei den anderen Arten, sondern nur bei dieser Stechmückenart am Kopf ein Schneideorgan?

Wer hat jeder neugeborenen Mücke das Wissen vermittelt, dieses Organ als Werkzeug zu benutzen?

Wie war der Stechmücke in den Sinn gekommen, für die sichere Eierablage das Pflanzengewebe aufzuschneiden?

All diese Fragen führen uns immer wieder zu derselben Antwort: Damit die Stechmücke ihre Arbeit ausführen kann, ist sie zusammen mit ihrer besonderen anatomie und einem Art besonderen Programm erschaffen worden.


Die Bambus-Mücke

Die Leicester-Stechmücke legt ihre Eier in die Löcher von Bambusrohren. Soweit das Innere der Bambusrohre den Larven Sicherheit bietet, decken sie durch ihre Atmosphäre auch deren Bedürfnisse.

Wenn diese Mücke ihre Eier legt, benützt sie genau wie die anderen Stechmücken eine nur für sie typische Methode. Die Leicester-Mücke stösst ihre Hinterbeine durch ein Loch des Bambusrohrs und taucht sie in das sich darin gesammelte Wasser, wobei die Eier ins Wasser fallen und ihre Entwicklung hier fortgesetzt wird.



Mit den ersten Regenfällen beginnen die Eier mit der Brutzeit. Die Brutzeit endet innerhalb der 2-3 auf das Eierlegen folgenden Tage, und es beginnen winzige Würmer auszuschlüpfen. Alle Würmer schlüpfen fast innerhalb derselben Minute aus dem Ei. Sie beginnen sofort, sich auf dem Wasser zu bewegen und fressen ohne Rast alles, was sie nur finden können; daher wachsen Sie mit erstaunlicher Geschwindigkeit.

Haben wohl die Vorfahren dieser Mückenart durch Beobachtungen festgestellt, dass die sicherste Atmosphäre für ihre Jungen Bambusrohre sind, und sich demnach entschlossen, dass ihr ganzes Geschlecht dieses System verfolgen soll? Wurde dann dieser Befehl von Generation zu Generation weitergegeben, und ist er tatsächlich jeder weiblichen Stechmücke übermittelt worden?

Wie daraus zu ersehen ist, sind dem Menschen zu jeder Zeit Fragen dieser Art begegnet. Die Antworten auf diese Fragen führen einen normalen Menschen mit Gewissen nur zu einem einzigen Punkt, nämlich zur Akzeptanz und Anerkennung einer bewussten Schöpfung. Irgendwo auf der Welt in einer Wasseransammlung in irgendeinem Bambusrohr gibt es ein Leben, welches uns nicht im entferntesten in den Sinn kommen würde, und das zudem auf eine äusserst fachmännische Art erschaffen wurde. Dem Menschen bleibt nur, diese Schöpfungsbeispiele zu sehen und die Macht desjenigen, Der all dies erschaffen hat, zu preisen – Gott. Denn im Quran steht;

… in dem was Gott vom Himmel an Wasser niedersendet, womit er die Erde nach ihrem Tode belebt, und was Er an allerlei Getier auf ihr verbreitet… - wahrlich, in all dem sind Zeichen für Leute von Verstand! (Sure 2:164 – al-Baqara)